Wirtschaft & Industrie 12-2003

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Wirtschaft 

Die Firma 3M hat im dritten Quartal 2003 einen Nettogewinn von 663 Mio. $ erwirtschaftet. Demgegenüber stehen 545 Mio. $ im dritten Quartal 2002. Das entspricht einer Steigerung von Nettogewinn und Gewinn pro Aktie von 21,6% bzw. 20,3%.

Ende Oktober referierte Stefan Hofmann am IRT München über das Thema “HDTV - Mehr als ‘Fern’-sehen” bei der die Varicam von Panasonic mit im Vordergrund stand, und schon erreichen uns die Meldungen, dass der Kölner Kameramann und Regisseur Max Rheinländer, der Oldenburger Kameramann Heinz Heilig und der Filmgeräteverleih Voker Rodde zum Kauf einer Varicam entschieden haben. Dieser DVCPROHD-Camcorder hat die Bezeichnung AJ-HDC27FE. Panasonic präsentiert die Varicam im Rahmen einer Roadshow am 18.11. in Mainz, am 20.11. in München und am 25.11. in Zürich. 

Neue Produkte 

Man spricht eigentlich kaum über sie, aber in jeder medientechnischen Installation sind sie unverzichtbar für die Verteilung und den Transport der Signale: die Signal Management Produkte. Sie arbeiten zuverlässig im Hintergrund, sollen beste Leistung bringen und nach Möglichkeit nur ein geringes Investitionsvolumen fordern. Die Anwender sind zwar bereit, für eine Videokonferenz, eine Steuerung oder eine hochwertige Projektion viel Geld zu investieren, das wichtige Bindeglied dazwischen, nämlich das Signalmanagement wird, zumindest von der Budgetseite her, oftmals stiefmütterlich behandelt. Dieser Problematik hat sich Comm-Tec aus Uhingen angenommen und  professionelle kostengünstige Komponenten in sein Verkaufsprogramm aufgenommen.

Sonnenlichttaugliche LCD/TFT-Monitore hat die Firma Vision4TV seit kurzem im Programm. Die Panels der Firma IMP electronics bieten eine Helligkeit von 800 cd/qm, optisch vergütete beschlagfreie Polarisationsglasfilterscheiben und ein Kontrastverhältnis von 500:1. Die Bildschirmdiagonalen betragen 6,4 Zoll, 10,4 Zoll und 15 Zoll. Darstellbar sind 4:3, 16:9, Underscan, Overscan und Active Picture. Die Gehäuse sind durch O-Ringe wassergeschützt und staubsicher, berichtet Vision4TV.

Wie DVC aus Herrsching berichtet, sind jetzt die MiroM HD Decoder Boards der Serie MVC 100 auch mit Windows API/SDK lieferbar. Das Board unterstützt 25p/50i und erfüllt damit die Anforderungen an ein europäisches HDTV. Je nach Modell werden MPEG-Streams mit bis zu 80 MBit/s dekodiert ohne die CPU zu belasten. Möglich macht dies der Chip HiPEG.

In Zusammenarbeit mit JVC hat die in Berlin ansässige Firma Starcover nach eigenen Angaben die weltweit erste Großbildanlage entwickelt, die entsprechend dem Medizin-Produkte-Gesetz und den Hygienerichtlinien auch in Operationssälen eingesetzt werden darf.

Barco berichtet von der Entwicklung der Projektor-Serie RLM G5, basierend auf 3-Chip DLP-Technik. Mit einem integrierten Server, steigert der RLM G5 Pro die Effizienz von Meetings. Die Teilnehmer haben direkten Zugriff auf Inhalte vom LAN oder von der Festplatte des Projektors. Die hierfür bislang notwendingen Laptops entfallen, da nicht nur Daten, sondern auch Video über das LAN zum Projektor geschickt werden können. Da über das LAN auf alle gewünschten Inhalte zugegriffen werden kann, braucht der Anwender keine speziellen PCs, DVDs oder AV-Verkabelungen in den Besprechungsräumen, was wiederum in einer Kosteneinsparung bei Peripheriegeräten- und Kabeln führt. Die Netzwerkfunktionalität ermöglicht zusätzlich gemeinsame Meetings zwischen räumlich getrennten Büros mit Echtzeit-Kommunikation und File Sharing. Die Bedienung des Projektors kann über LAN zu jedem beliebigen Besprechungsraum weitergegeben werden, was bedeutet, dass eine Änderung in einem Spread Sheet in einem europäischen Büro in Echtzeit auch in einem Büro in den USA zeitgleich sichtbar ist und umgekehrt. Ebenso kann eine Gruppe von Projektoren komplett über das LAN von einem zentralen IT HelpDesk aus gesteuert werden. Die Einstellungen können von entsprechender Stelle über das Netzwerk ohne Unterbrechung des Meetings erfolgen, die Teilnehmer verlieren keine wertvolle Besprechungszeit. 

Die Bild-in-Bild Funktion liefert die Anzeige von bis zu drei Quellen gleichzeitig. Integriertes Seamless Source Switching eleminiert Wartezeiten oder Warnmeldungen während der Quellenumschaltung. Barco nennt für die neue Serie Lichtleistungen bis zu 4.500 ANSI-Lumen, ein Kontrastverhältnis von > 900:1, native XGA-Auflösung und ein intelligentes Dual-Lampendesign. Die Projektorserie RLM ist mit “ScenergiX” ausgestattet, einer speziellen von Barco entwickelten Edge-Blending-Software, welche die Bilder von mehreren Projektoren ohne sichtbare Übergänge zu einem Großbild kombiniert.

Auf eine Helligkeit von 2.000 ANSI Lumen bringt es der 1,9 kg leichte XGA-Projektor von Epson, Vertrieb: Anders + Kern, der zudem noch Wireless LAN fähig ist und über einen Einschub für Speicherkarten verfügt.

Canopus kündigte die Unterstützung für Adobe Premiere Pro für die Videoschnittlösungen DV Storm2 und DV Raptor RT2 an. Neben den umfangreichen Funktionen in Adobe Premiere Pro bietet diese Softwarelösung eine rationalisierte Arbeitsoberfläche, zahlreiche integrierte Timelines und leistungsstarke neue Audiokontrollfunktionen. Die NLE-Kunden von Canopus  werden weiterhin die Echtzeit-Schnittfunktionen mit DV Storm2 und DV Raptor RT2 nutzen können. Beide Systeme arbeiten mit dem Hardware DV Codec Chip von Canopus, der die System-CPU des softwarebasierten Adobe Premiere Pro Renderers entlastet. Somit steht mehr CPU-Leistung für die Verarbeitung der Echtzeiteffekte zur Verfügung. Canopus wird Adobe Premiere Pro als Software-Bundle Option für DV Storm2 und DV Raptor RT2 Ende des Sommers 2003 anbieten.

Discreet berichtet von der Verfügbarkeit von Burn, einer Linux-basierenden Netzwerklösung für die Visual Effect Systeme Inferno, Flame und Flint. Mit der Einführung von Burn - sie ist Bestandteil einer mehrphasigen Infrastruktur Strategie - stellt Discreet ein Processing für die Abläufe bei Postproduktion und Sendern bereit. Burn liefert etwa die doppelte Offline Render Performance bei komplexen visuellen Effekten. Discreet liefert Burn zusammen mit Backburner aus, der Netzwerk Rendering Management Software von Discreet. In der Zusammenarbeit mit Inferno, Flame und Flint vergibt Backburner die Prioritäten und weist die Systemanfragen zu, um eine möglichst effiziente Verteilung der Aufgaben über mehrere Render Nodes zu erreichen. Mit nur zwei Render Nodes kann Burn schon die Renderzeiten eines einzelnen Flame-Systems halbieren.

Die Lancom Systems GmbH, Würselen bei Aachen, präsentiert die neuen Wireless-LAN Access-Points der LANCOM L-54 Serie. Die beiden komplett neu entwickelten Access-Points Lancom L-54g Wireless und Lancom L-54ag Wireless bieten professionelle Technologie und basieren auf WiFi-zertifizierter Funktechnologie. Die Geräte sind für den Einsatz in Netzwerkumgebungen jeglicher Größe gedacht.

Der Lancom L-54ag Wireless bietet universelle Einsatzmöglichkeiten: Mit seinem integrierten 54 MBit/s Funkmodul nach den WLAN Standards IEEE 802.11a oder IEEE 802.11b/g arbeitet der Dual Band Access Point wahlweise im 2,4- oder 5-GHz-Frequenzbereich. Im 5-GHz-Frequenzbereich bietet das Gerät durch seinen europaweit zertifizierten Turbo-Modus die Möglichkeit der Datenübertragung mit bis zu 108 MBit/s. Der Access-Point unterstützt bei allen Geschwindigkeiten auch den Bridge Betrieb zum Beispiel zur Verbindung von Gebäuden über Funk. Der Lancom L-54g Wireless Access Point bietet Wireless-LAN Betrieb nach IEEE 802.11g mit bis zu 54 MBit/s und ist auch kompatibel zum weit verbreiteten IEEE 802.11b Standard (Kompatibilitätsmodus).  Preise: Lancom L-54g Wireless 257 €, Lancom L-54ag Wireless 344 €.

Das neue Update der HD-Software  (Version 2.6) von DVS aus Hannover unterstützt die variable Framerate von Panasonic. Bei der Aufnahme erkennen die HD-Diskrecorder HDStationPlus/RGB sowie das On-Set Capturing-System DVS CineControl und die Editing-Workstation Clipster die aktiven Frames der 60 übertragenen Bilder/s. Sie speichern dementsprechend nur diese ab. Geschwindigkeitseffekte wie “slow motion” und “fast motion” sind bereits bei der Aufnahme auf die HD-Geräte möglich. Die DVS-Systeme filtern redundante Informationen heraus, was die Menge der Daten in erheblichem Maße reduziert. Die Post-Produktion benötigt deutlich weniger Speicherplatz und wird so kostengünstiger.

Die variable Framerate wurde von Panasonic entwickelt, um mit der digitalen HD-Videokamera Varicam AJ-HDC27 auch langsamere oder schnellere Bildfrequenzen bei der Akquisition zu erreichen. Je nach gewünschtem Effekt liegt die Framerate zwischen 4 und 60 Bildern/s. Die Übertragung der Bilder erfolgt grundsätzlich im HD-Standard mit 60 Bildern/s, auch wenn die Kamera für Kino-Produktionen beispielsweise nur 24 oder für TV-Produktionen nur 25 neue Bilder aufnimmt. Die verbesserte DVS-Software unterstützt außerdem ANC-Metadaten, die beispielsweise den Empfang eines Timecodes über HD-SDI ermöglichen. Dieser kann mit den Videodaten in DPX-Dateien abgespeichert werden. Der nahtlose Datenaustausch ermöglicht die Darstellung der Videodaten während der Wiedergabe auf der Nutzeroberfläche.